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Soca Pfingsten 2003
vom 06.06.03 - 13.06.03
Freitag Mittag trafen wir uns um unsere Boote und Gepäck zu laden.
Um halb vier kommen wir dann endlich vom Fleck und heizen Richtung Slowenien.
Es war ne ziemlich lange Fahrt, weil wir öfters Stau hatten und von den Bullen
wurden wir auch noch angehalten. Um 2 Uhr nachts kamen wir dann endlich am Camp
Toni an. Natürlich hatte keiner mehr Bock irgendwas aufzubauen. Also schmissen
wir einfach die Plane auf den Boden, unsere Schlafsäcke drauf und legten uns auch
gleich hin. Nur konnte irgendwie keiner schlafen. Also redeten wir und machten
irgend en Scheiß bis so um halb fünf. Nachdem es dann so langsam angefangen hat
zu dämmern haben wir uns doch dazu entschlossen ein paar Stunden zu schlafen,
damit wir an unsrem ersten Paddeltag nicht mit geschlossenen Augen den Bach
herunterfahren müssen. Um 7 wachten wir, geblendet von der Sonne auf, und
sahen erst jetzt wie das Socatal eigentlich bei Helligkeit aussah, nämlich
traumhaft. Nach dem Frühstücken wollten wir natürlich keine unnötige Zeit
verlieren, um schnellst möglich auf dem Bach zu sein.

Mäx beim zusammensuchen seiner Paddelklamotten. :)
Wir haben gediegen
angefangen und sind die Abfahrtsstrecke und gleich dahinter noch die
Friedhofstrecke der Soca gefahren und sind kaum aus dem Staunen gekommen als, wir das
erste Mal das glasklare Wasser der Soca sahen. Es ist etwas kühl, aber daran gewöhnt
man sich ziemlich schnell.
Die Abfahrtstrecke war bei dem Wasserstand so gut wie kein WW. Die Friedhofstrecke
konnte da schon mehr. Aber auch nur max. WW3. Es gibt aber überall supergeile Rocksplat
Felsen. Und des Boot geht dabei auch nicht mal so übel am Sack, weil des ganze Gestein
sehr "rundgespült" ist.
Sonntag ging es dann auf die Koritnica. Bei dem allgemeinen Niedrigwasser war sie auch
nicht so schwer, wie normalerweise beschrieben.
Im kleinen Katarakt am Anfang gab es gleich mal einen Schwimmer von der Juliette. Sie
ist natürlich mal wieder vorm Stein hängengeblieben! :) Aber es war auch recht flach,
sodass man kaum "Rollen" konnte.
Draußen war sie gleich, nur das Boot ist dann noch durch die Klamm getrieben. War aber
nicht so schlimm. Die Klamm ist nicht lang und des Wasser fließt auch einfach nur durch.
Nach der Klamm geht es gemütlich auf leicht verblocktem Wasser weiter. Einige kleinere
Wellen und Walzen, die zum Spielen einladen. Der Schwierigkeitsgrad überschreitet
kaum die 2-er Marke und bietet auf den nächsten 2-3km schönes Anfängerwildwasser.
Am Schluss vor dem Campingplätzen und vor der Mündung in die Soca kommt dann nochmal
ein !kleiner! Katarakt.

Juliette beim boofen am Ende der Koritnica

Mäx an der gleichen Stelle.

Mäx und Juliette mehr oder weniger fröhlich am Ausstieg. :)
Man sollte trotzdem immer auf Baumhindernisse und Eisenteile in den Schwällen achten!
Die Wasserfarbe ist hier genauso genial, wie die der Soca!
Einstieg:
Mit dem Auto von Bocec aus Richtung Predilpass fahren, der Parkplatz befindet sich
kurz vor der alten Festung. Bitte auch nur dort einsteigen, weil sich direkt oberhalb
die große, 62m tiefe, unfahrbare Klamm befindet und auf jeden Fall nur nach dieser
Klamm eingesetzt werden darf. Ein steiler, gut ausgebauter Weg führt direkt zum
Einstieg. Von der Kiesbank bis zur Einfahrt der Eingangsklamm sind es knapp 150m auf
dem Wasser, die Koritnica zeigt auf den letzten 50m vor der Klamm was in ihr steckt und
es geht in schnellem Tempo durch nette Walzen und Wellen in die Einfahrt rein. Einige
Schrägwalzen warten in der Einfahrt darauf, den Paddler aus der Ideallinie gegen die
Klammwände zu werfen. (nur bei Mittel- Hochwasser!!) In der Klamm ist es relativ
ruhig- und eng. (Bei viel H2O Presswasser) Die Wände verengen sich teilweise bis
zu 1.50m. Siphone sind keine bekannt, die Wände in der letzten Hälfte der Klamm
jedoch leicht unterspült. Schwimmer Vorsicht!! Diese Klamm kann aber auch Problemlos
umtragen werden.
Abends gabs dann natürlich noch nen Kenterschnaps von unsrer Julia, der aber irgendwie
net so toll geschmeckt hat. Also Slowenischer Schnaps ich nicht zu empfehlen. :)
Am 3. Tag sind wir Bunkerschwallstrecke und die 3. Klamm gefahren
Aber natürlich wieder hammermäßig aufgewacht, bei supergutem Wetter.
Sehr gut geplanter Tag war des. :) Angefangen hat es mit Plan A: Oberste Soca.
Also gut, los gefahren, das Tal hochgeheizt. Aber umso höher wir kamen desto w
eniger Wasser wurde es. WW6!!!, unbefahrbar! :) Bzw. hätten wir vorher erst
eine Rinne graben müssen damit wir fahren können! :)

Brust raus, ACHTUNG Foto! :) Tobi und hinter ihm die 1. Klamm.

Die erste Klamm. Man sage dazu: Gilt als unbefahrbar!
Gut, Plan B war Abseilstrecke. Der wurde aber schnell von Plan C abgelößt.
Der war 1. und 2. Klamm anschauen und Plan C 3.4 war nach der 2. Klamm einsteigen und
die Bunkerschwallstrecke mit der 3. Klamm zu fahren.

Tobi und Mäx auf der Hängebrücke über der 2. Klamm.

Juliette "in" der 2. Klamm! :)
So war es dann auch!
Des WW war schön, so WW2 mit schönen 3er Stellen. Michi, Thilo und Tobi sind dann
noch die 3. Klamm gefahren. War ein schöner 4er. Juliette hat dann weiter unten einen
Felsenstart in die Klamm hingelegt, die ca. 5m hoch war. Die Anderen sind so reingejumpt.
Dienstag...
Heut war Abseilstrecke dran. Hört sich nach viel Arbeit an. Ist es auch. Es wird nach
der großen Schlucht eingesetzt. Einziges Problem: 250 Höhenmeter vom Parkplatz bis zur
Wasseroberfläche. Wenn man da mit den Booten runter läuft könnte man glauben, den
ganzen Bach nur mit seinem Schweiß zu füllen! :) Man muss dazu sagen, dass wir bei
34°C im Schatten da runter "gewandert" sind!

Foto zeigt die Sicht vom Parkplatz. Der Pfeil da wo wir hin mussten! :(

Mäx, Julia und Ian beim steilen Wanderweg an den Bach.

Kein Kommentar... ;)
Aber die Anstrengung lohnt sich auf jeden Fall!!! Schon als wir unten ankamen, ein
super schönes Bild mit großen Felsen, türkisfarbenem Wasser und einer superschönen Walze.

Totgeschwitz aber lebend: Julia, Mäx, Tobi beim Einstieg der Abseilstrecke.

Mäx, Tobi und Juliette am Eingangskatarakt.
Und auch weiter ist es superschönes Wildwasser um den 3. Schwirigkeitsgrad. Es folgen
Spielstellen, Surfspots und mal wieder einige supergeile Rocksplatfelsen bis zum
Katarakt. Dieser Katarakt kündigt sich durch die harmlose Ruhe zuvor an. Er kann
links umtragen und besichtigt werden. Leichter 4-er!

Boof Chicken Boof!!!

da Mäx!
Bei mehr Wasser ist die Strecke
aber um einiges schwerer. Wer gerne von Felsen springt wird mit dem Abschnitt auch
glücklich. An diesen Tag sind wir nicht gesprungen, weil wir keine Zeit mehr hatten.
Aber wir waren uns sicher, dass wir die Strecke auf jeden Fall noch einmal fahren werden!
Mittwoch:
Scheiss Wandern. Des war des einzige was wir heut gemacht haben. Eigentlich
wollten wir noch Paddeln gehen aber es hat von der Zeit nicht mehr gelangt.
Dort darf man nur bis 18:00 Uhr auf'm Wasser sein.
Dafür sind wir noch einkaufen gegangen und haben uns ein Kasten Pivo geholt.
Donnerstag:
Heut haben Mäx und ich erst mal uns gewundert, warum nur noch so wenig Bier im
Kasten war. hmmmmm. Haben wir wohl doch mehr getrunken als wir gedacht haben! :)
Naja, trotzdem freuten wir uns wieder super auf die Abseilstrecke! Das Abseilen
ging aber diesmal wesentlich schneller und einfacher als das letzte Mal. Die
Strecke war wieder sau geil. Diesmal haben wir auch die ganzen Felsen ausgenutzt.
Sowie zum springen und auch zum "Felsenstarten"!

Siehe Roter Pfeil! Fly Mäximum fly!
Als Abschluss sind wir zum Schluss in die Klamm gesprungen. Erst auf so ca. 10m
(ungelogen) hochgeklettert und gesprungen, hammergeil!

yeah
Freitag:
So das letzte mal sind wir aufgewacht. Wir haben mal wieder gediegen gefrühstückt.
Danach haben wir abgebaut und sind zum Friedhofsstreckeneinstieg gefahren.
Erinnert an eine Fahrt im Steinlabyrinth mit zahlreichen Spielstellen und vielen,
vielen Kehrwässern. Die Durchfahrten sind in jedem Fall vom Boot aus erkennbar (WW 3).
Ausstieg vor der Slalomstrecke an der Hängebrücke.
Diesmal hatten wir noch weniger Wasser. Aber wir haben das beste daraus gemacht!
Natürlich kam dann auf der Rückfahrt was kommen musste: Da wir uns auf der Hinfahrt
nicht verfahren haben passierte es natürlich auf dem Heimweg durch Italien. Es
ging halt so a bissl Richtung Venedig. War aber alles halbsoschlimm, mir sind ja
dann doch noch daheim angekommen.
Insgesamt war der Urlaub hammergeil. Wir hatten super schönes WW und das Bier
war auch gut!!!
Infos zum CAMPING:
Bei Bovec gibt es 3 gutgelegene Campingplätze direkt an der Soca und Koritnicamünung:
Camp Kovac: günstiger Paddlerplatz, teils schattig,
sehr steile Einfahrt, sehr gute Sanitäranlagen, nicht Caravan geeignet, kein Strom.
Camp Liza: kleiner schattiger Platz, gut ausgestattet.
Camp Toni: größter Platz mit großer Sonnenwiese,
kaum Schatten, sehr offen, gute Ausstattung.
Weiterre Plätze gibt es in Trnovo und Kobarid.
Tipps und Hinnweise:
Geldwechseln in Slowenien ist wesentlich günstiger als in Deutschland.
Nächster Kanushop ist in Cesoca, Prijon-Shop.
Zum Autofahren: in Slowenien ist Licht auch am Tage Pflicht!
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